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Honig

Voll verdeckelte Honigwabe
Honigraum enthält 10 Waben 
zusammen etwa 20 Kg Honig
Nach der Definition versteht man unter Honig den süßen Stoff, den die Bienen erzeugen, indem sie bei ihren Blütenbesuchen Nektar trinken oder auch andere, an lebenden Pflanzenteilen sich vorfindende süße Säfte aufnehmen, durch körpereigene Stoffe bereichern, in ihrem Körper verändern, in Wabenzellen aufspeichern und reifen lassen. 
Alle Rohstoffe des Honigs gehen auf den Siebröhrensaft höherer Pflanzen zurück. Unter seinen Inhaltsstoffen nehmen die Kohlehydrate (verschiedene Zuckerarten) eine Vorrangstellung ein. Daneben finden sich in geringeren Mengen auch Stickstoffverbindungen, Fette, organische Säuren, Nukleinsäuren, Vitamine und Mineralstoffe.Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Honigtypen, dem Blütenhonig und dem Honigtauhonig.

Der Ausgangsstoff für den Blütenhonig ist der Nektar, eine wässrige Absonderung durch pflanzliche Organe mit Drüsenfunktion, den Nektarien, die an allen oberirdischen Pflanzenteilen vorkommen können. Als Honigtauhonig bezeichnet man zuckerhaltige Ausscheidungen Pflanzensaugender Insekten (Rinden- oder Schildläuse), die vom Siebröhrensaft leben, den sie von Pflanzen mittels geeigneter Mundwerkzeuge entnehmen können.

Mit dem Eindicken des wasserreichen Sammelguts werden von den Bienen auch Stoffe zugegeben, die in den Futtersaft- und anderer Kopfdrüsen produziert werden und den eigentlichen Wert des Honigs erst ausmachen. Diese Drüsensekrete verändern z. T. das ursprüngliche Zuckerbild und sind außerdem für den Ablauf weiterer chemischer Veränderungen im Stoffgemisch verantwortlich.

Von besonderer Bedeutung ist die Zugabe der cholinergischen Substanzen (Cholin u. Acetylcholin) und des licht- und wärmeempfindlichen Enzyms Glucoseoxidase. Letzteres entstammt der Hypopharynxdrüse der Biene und ist für die Bildung der antibiotisch wirksamen Inhibine in einem naturbelassenen Honig verantwortlich.
 

 

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